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Technik

Freitag, 4. März 2016
4) Sicherheit und Sauberkeit

Die BMXer bleiben im allgemeinen bei Stürzen von schweren Verletzungen verschont. Natürlich erwischt es mal den einen oder anderen schwerer, aber zumeist sind es nur Prellungen und Abschürfungen, selten Brüche.
Wichtig und vorgeschrieben sind geschlossene Lenkerenden. Griffe sind außen mit einer Kappe versehen oder voll gummiert. So werden Verletzungen durch Einstechen des Griffes vermieden oder zumindest gelindert. Wenn ihr bemerkt, dass eure Griffe an den Enden den Lenker durchblicken lassen, muss der Griff unbedingt getauscht werden, dann am besten gleich durch einen Griff mit separater Außenschutzkappe aus Kunststoff. Diese Kappen gehen so schnell nicht durch.

Das Bike allgemein sollte immer sauber sein. Auch nach einem Training oder Rennen, wie ihr über den Link sehen könnt, lässt es sich schnell wieder reinigen, bevor der Schmutz anhaftet. Geht man mit einem weichen Wasserstrahl ans Bike, kann nichts passieren und der grobe Schmutz geht gleich wieder ab. Mit einem weichen Handbesen etwas nachreiben, nachspülen und alles ist sauber. Auf die Lager sollte man achten und hier mit dem Schlauch nicht direkt drauf halten.

Beim Reinigen Eures Bikes habt ihr es einfach in der Hand, fasst es an und stellt Schäden fest oder könnt sehen und spüren, ob etwas nachgestellt werden muss (Bremse, Kette, Lager). Wer sein Bike nie reinigt, braucht sich nicht wundern, wenn es für den Einsatz nicht taugt, klappert, quietscht oder die Kette ständig abspringt.

Außerdem sind die Bikes so tolle Sportgeräte, dass sie erst richtig zur Geltung kommen, wenn alles blitzt und sauber ist. Für die Kette nehmt ihr ein Schmiermittel Eurer Wahl, aber nicht zu viel. Bewährt hat sich bei uns Teflonspray PTFE, ein Trockenschmiermittel, welches keinen Staub und Sandkörner bindet, leicht zu reinigen ist und die Kette immer sauber hält.

Euer BMX-Team MC Peißenberg

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Freitag, 12. Februar 2016
3) Reifeninnendruck

Genauso wie beim Auto muss auch hier beachtet werden, dass der falsche Druck Schäden verursachen oder gar Unfälle begünstigen kann.
Natürlich wird beim BMX nicht so schnell wie mit dem Pkw gefahren, aber die Jumps verlangen den Felgen echt eine Menge ab.
Wenn der Druck zu niedrig ist, schlägt der Reifen bei einer harten Landung einfach durch und klemmt den Schlauch zwischen Reifen und Felge ein und zischschsch, raus ist die Luft und wenn man Pech hat, geht die Felge gleich mit kaputt.
Also hier einfach ein Augenmerk legen, dass Euer Bike immer ordentlich Druck in den Reifen hat. Hier reicht es, wenn vor dem Training kurz durch Drücken gecheckt wird. Hat man Zweifel, ob es passt, wird gemessen.
5-6 bar sind in jedem Fall angebracht, um mit möglichst wenig Widerstand zu rollen, in den Steilkurven sicheren Halt zu haben und die Räder bei den Jumps zu schonen!

Im Link seht ihr eine Abfahrt vom 8m-Supercrosshügel in Verona. Die Belastung auf dem Reifen und der Felge bei der Landung könnt ihr Euch vielleicht vorstellen...

An der Bahn haben wir natürlich einen Kompressor mit Manometer, wo ihr das auch jederzeit erledigen könnt.

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Freitag, 31. Juli 2015
2) Rahmengrößen/Kurbellängen -- anhand Erfahrungswerten angepasst!

Die Bikes unterschiedlicher Hersteller sind in der Regel mit derselben oder nur gering abweichenden Kurbellängen ausgestattet, wenn es sich um die gleiche Rahmengröße handelt.
Die Abweichungen liegen oft bei 5mm, in seltenen Fällen bei 10mm.
In Sachen Kurbellänge sind 10mm Welten und 5mm ein riesen Schritt.
Tatsächlich sind Hersteller am Markt, welche Kurbeln in 2,5mm-Schritten anbieten. Hier kann man sich spielen ...
Wichtig ist, dass die Kurbel angepasst wird, ehe sich ein Kind auf die falsche Abstimmung einfährt. Dadurch wird ein runder Tritt, eine gleichmäßige Geradeausfahrt und ein gleichmäßiger Bodendruck des Hinterrades blockiert.
Hier sieht man auch mal Bikes, welche durch einen stampfenden Tritt bei jedem unteren Tret-Totpunkt seitlilch versetzt werden. Ziel ist, wie eine Nähmaschine mit den Beinen zu arbeiten, und das bei möglichst ruhiger Hüfte. Nur so kann sich ein stetiger Vortrieb entwickeln und zudem werden Gelenksbeschwerden bis hin zu Sehnenentzündungen vermieden (typische Beschwerden, welche ein Gefühl des Übertrainiert-seins vermitteln).

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Freitag, 31. Juli 2015
1) Euer Sportgerät

Unser Sportgerät, das Race Bike, ist keine technische Wunderwaffe. Dennoch gibt es ein paar Punkte zu beachten, wo wir schon bei der ersten Unterscheidung wären, nämlich die Rad- und die Rahmengröße.

Während die R A D G R Ö ß E dem persönlichen Geschmack entspricht, muss die R A H M E N G R Ö ß E der Körperlänge des Fahrers (hier sind immer Mädels UND Jungs gemeint) entsprechen.
Wir unterscheiden in der Radgröße zwischen 20 Zoll und 24 Zoll (genannt Cruiser). Selten sieht man auch kleinere 18 Zoll Bikes auf den Bahnen. Es ist ein Irrglaube, nur Kinder und Jugendliche würden 20 Zoll und die älteren Herrschaften 24 Zoll Bikes fahren - es ist einfach nur eine andere Radklasse, wobei die Bewegungsfreiheit auf dem Bike gleich bleibt, wenn die Rahmengröße stimmt. 18 Zoll Bikes werden allerdings nur von den Kleinsten bewegt.

Hierzu gibt es einige Tabellen mit Empfehlungen für Körperlänge-Radgröße-Kurbellänge-Übersetzung. Da die Rahmengrößen keiner Norm unterliegen, können diese von Hersteller zu Hersteller durchaus ein wenig variieren. Daher fallen Bikes selber „Größe“ immer etwas unterschiedlich aus. Wenn man sich hier also nicht sicher ist, sollte man tatsächlich Probe fahren. Das ist innerhalb unseres Teams eigentlich immer möglich.

Wie Ihr seht, sind die Tabellen nicht starr, sondern haben Überschneidungen. Natürlich hat jeder ein eigenes Fahrgefühl, man darf aber nicht vernachlässigen, dass das Sportgerät wirklich passen muss, um ordentlich fahren zu können. Das bedeutet nicht, dass man jedes Jahr ein Neues anschafft, nur weil es die Tabelle „vorschreibt“. Fragt hier Eure Trainer und ihr erhaltet Hinweise, ob Euch das Bike passt oder ihr bei der Wahl lieber zum kürzeren oder längeren greifen solltet. In das Bike „hineinwachsen“ sollte man nicht, weil Euch die anfängliche Zeit, in der das Bike zu groß ist, dieses nur behindert und keinen sauberen und flinken Fahrstil zulässt. Man sieht auch immer wieder Extremfälle, wo das Bike „mit dem Fahrer“ fährt…

Für das Messen einer Rahmengröße gibt es unterschiedliche Verfahren. Hier sei aber nur die bislang gängige Methode, das Oberrohr (Top-Tube oder kurz TT) zu messen, erklärt. Die TT-Länge wird am stehenden Bike gemessen. Ihr haltet den Meterstab waagerecht und setzt die Null mittig an der Unterkante des Steuerrohres an. Dann lest ihr mittig an der Oberkante des Sattelrohres die Länge ab. Sollte hier durch ein sehr steil stehendes Oberrohr (TT) kein Messen mehr möglich sein, wird einfach entlang der Sattelstütze nach oben verlängert. Meist bekommt ihr aber an den Rahmenteilen schon eine Waagerechte hin. Andere Messverfahren (z.B. Reach-Stack-Messung) haben keine Probleme mit Rahmenformen. Aber hierfür habe ich bei BMX noch keine Tabellen entdeckt.
Weitere Messungen sind für den Einsteiger oder für Fahrer mit „normalen“ Ambitionen eigentlich nicht so wichtig. Anhand verschiedener Winkel könnte noch festgestellt werden, welchen Geradeauslauf oder Wendigkeit ein Bike hat oder ob es rechnerisch leichter zu Wheelen ist, als andere Modelle.

Wer an der Grenze zum nächst längeren Bike steht, kann durchaus schon zu diesem greifen. Hier wäre es unter Umständen erforderlich, die K U R B E L L Ä N G E nach unten anzupassen. Dies schreckt verständlicherweise den einen oder anderen ab, weil da doch gleich mal wieder rumgebaut werden muss. Aber der Fahrer wird es danken, wenn die Kurbellänge der Körper- bzw. Beinlänge angepasst ist und dadurch der Tritt reguliert und das „Stampfen“ ins Pedal verhindert wird. Eine zu lange Kurbel ist gerade bei jüngeren Fahrern am hin- und her Wippen der Hüfte gut zu erkennen.
Hier frägt man am besten auch erst mal im Verein nach, ob nicht irgendwo noch eine passende, kürzere Kurbel im Keller liegt. Es findet sich schon jemand, der das mal schnell montiert.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die L E N K E R H Ö H E. Hier gibt es den Wert 120° in der sogenannten Grundhaltung. Die Grundhaltung ist die Stellung des Fahrers, wenn er in der Ebene rollt. Hier sollte der Oberkörper im Winkel von 120° zur Senkrechten stehen.
Diesen Winkel könnt ihr entweder mit einer Lehre messen, von einer App am Smartphone an einem Foto feststellen oder einfach an einer Wand aufzeichnen und Euch davor stellen. So haben wir es an der Seite unseres Startberges gemacht. Drei Tapestreifen im Abstand übereinander sind als Festmarkierung der 120° an der Mauer angeklebt und der Fahrer wird davor angelehnt aufgestellt. Hier kann mal leicht erkennen, ob das Optimalmaß erreicht wird.
Geringfügige Abweichungen sind nicht ausschlaggebend. Aber passt Euer Rad durch Drehen des Vorbaus oder Lenkertausch so an, dass ihr hier möglichst nah an die optimale Grundhaltung kommt. Natürlich spielt hier nicht nur der Lenker, sondern wieder mal die TT-Länge eine Rolle, ob der Oberkörper eher gestreckt oder gestaucht wird.

Ihr könnt schon davon ausgehen, dass durch Umbau von Lenker, Vorbau und Kurbeln das Bike in einem gewissen Bereich angepasst werden kann. Irgendwann ist aber auch hier Schluss und es sollte umgestiegen werden. Der Umstieg muss aber dann nicht gleich ein Komplettbike sein, sondern kann oftmals durch einen längeren Rahmen geschehen. Hier gilt auch wieder - beraten lassen, Testfahrt im Verein usw.

Für ein sicheres Fahren bei allen Wettern ist der Gripp an den Flat-P E D A L E N sehr wichtig. Klickpedalen will ich hier nicht behandeln, weil es sich dabei um Pedalen für Fortgeschrittene handelt und auch hier wieder unterschiedliche Systeme im Handel erhältlich sind. Die Flat-Pedalen, also die Pedalen, wo Ihr mit ganz normalen Schuhen draufsteht, sind unterschiedlich ausgestattet. Der Nachteil an Pedalen mit gezacktem Alu-Käfig ist die Abnutzung durch den ständigen Sand an den Sohlen. Die Zacken können ein paar Mal nachgefeilt werden. Die Grenze ist allerdings erreicht, wenn die Schuhsohle mehr auf den Pedalkörper/ -welle drückt, als auf den Käfig. Dann wird´s wieder rutschig. Hier sind Pedalen mit Pins (teilweise wechselbar) auf Dauer standfester.

Bei den S C H U H E N wäre darauf zu achten, dass sie keine zu langen Schnürsenkel haben, welche ständig Gefahr laufen, sich im Antrieb zu verheddern. Die Trainer schnüren hier mehrmals am Gate nochmal schnell den einen oder anderen meist kleinen Schuh nach. Die Schuhsohlen sollten weich, aber die Innensohle hart sein. Das bedeutet, dass der Fuß mit hohem Druck auf die Pedalen drücken kann und die Pins dennoch gut in die Sohle drücken können. Wer so weiche Schuhe hat, dass sich die Sohle wie bei einem Papagei um die Pedalen biegt, bringt niemals ordentlichen Druck drauf und hat spätestens nach wenigen Stunden Training schmerzende Füße!

Meist merken die Trainer sehr bald, wenn das Bike der Fahrer zu klein wird. Sie werden dann mit Euch und Euren Eltern besprechen, ob eine Anpassung sinnvoll oder ein Umstieg angesagt wäre!

Dann mal viel Spaß !!

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